Rezepte mit Mais-Gries „Polenta“ (Glutenfrei)


Maisgrieß, auch der beliebte Brei aus Maisgrieß werden Polenta genannt.

Im Jahr 1525 wurden in Spanien die ersten Felder mit Mais bebaut und Christoph Kolumbus brachte die Pflanze nach Europa. In Norditalien ist Polenta bis heute beliebt. In der Schweiz wurde Mais zuerst im Rheintal bei St. Gallen angebaut, Serviert wird Polenta traditionell als Beilage zu Fleischgerichten, Ragouts, Gulasch, Wildkräuter Polenta und Wild.

In Graubünden und im Tessin findet man in alten Bauernhäusern und Gaststätten einen Kupferkessel über dem offenen Feuer hängend. Darin wird aus Mais eine Polenta zu einem dicken Brei gekocht.
Mais ist auch heute aus der modernen Küche nicht wegzudenken. Heute wird vermehrt der fein gemahlene Mais (Bramata) verwendet.
Als Süßspeise wird Polenta auf ein nasses Brett gestrichen und in Stücke geteilt. Diese werden dann im heißen Fett ausgebacken und in Zucker und Zimt gewälzt. Und zu Kompott gereicht.

Grundrezept:

250 g Maisgrieß
1 ltr. Salzwasser

Das Salzwasser aufkochen, den Maisgrieß einschütten, unter ständigem Rühren auf einer kleinen Flamme köcheln. Nach Bedarf etwas Wasser dazufügen. Milch und Kräuter dazugeben zum Verfeinern. Gut schmeckt die Polenta mit Zugabe von geriebenem Käse.

Hexenpolenta:

500 ml Milch
1 Prise Salz
120 g grob gemahlener Maisgrieß (am Besten Bramata)
1 1/2 EL Zucker
50 g Weinbeeren
2 EL Butter
2 EL eingesottene Butter (Butterfett)

Die Milch salzen, aufkochen. Pfanne vom Feuer nehmen. Den Maisgrieß einrühren. Rühren, bis sich eine homogene Masse gebildet hat. Kochtopf wieder auf das (kleingeschaltet) Feuer stellen. Den Deckel über einen quer über den Kochtopf gelegten Kochlöffel legen (während der ersten zwei, drei Minuten spritzt der wieder aufgekochte Brei).
Nach 5 Minuten die weiteren Zutaten nach und nach darunter rühren.
45 Minuten köcheln lassen.
Heiß auf ein nasses Holzbrett streichen. Erkalten lassen.
Das Butterfett schmelzen, den Fladen beidseitig braten. Fertig ist die Hexenpolenta.

Plain in pigna mit Polenta:

Plain in Pigna ist eine typische Engadiner Spezialität und wird u.a. mit „Ardöffels“ (Kartoffeln) gemacht. Früher wurde die „Ofenrösti“ im Stubenofen oder im Backofen auf Glut gebacken.

1 1/4 ltr. Milch
Salz
100 g Polenta (Maisgrieß)
250 g Mehl (Weiß- oder Ruchmehl, Typ 405 oder 1050)
2 EL Butter
4 Kartoffeln, in Würfel schneiden
200 g Rauchspeck, fein würfeln
100 g Weinbeeren

Milch salzen, aufkochen.
Polenta und Mehl miteinander vermengen.
Die Milchpfanne vom Herd ziehen.
Das Mehl-Polentagemisch vorsichtig in die Milch einrühren.
Weiter rühren, bis die Masse ganz homogen ist.
Die restlichen Zutaten beimengen.
Eine flache, gut ausgebutterte Form befüllen.
Die Masse sollte nicht mehr als 5 cm dick sein.
Im auf 180°C vorgeheizten Ofen backen.
Dazu gehört Apfelmuß oder ein gemischter Salat.

Guten Apettit!